Wärmepumpe anbieten: So erstellst du schneller Angebote
Christopher Renner
Seit das Gebäudeenergiegesetz jede neue Heizung an einen Anteil erneuerbarer Energien bindet, ist die Wärmepumpe für viele SHK-Betriebe das meistkalkulierte Gerät überhaupt. Und sie ist das Angebot, das am längsten dauert: mehr Positionen, mehr Rückfragen, mehr Varianten.
Der Grund ist nicht, dass jedes Objekt anders ist. Der Grund ist, dass jedes Objekt an denselben acht Stellen anders ist — und diese acht Stellen jedes Mal neu zusammengesucht werden.
Die acht Positionen, die fast immer vorkommen
- Gerät — Luft/Wasser oder Sole/Wasser, Leistung nach Heizlast
- Pufferspeicher — Größe abhängig von Anlage und Sperrzeiten
- Warmwasserbereitung — separater Speicher oder integriert
- Hydraulik — Anbindung, Verteiler, Umwälzpumpe, Absperrarmaturen
- Elektroanschluss — Zuleitung, Zähler, oft mit Elektriker abzustimmen
- Aufstellung — Fundament oder Konsole, Kondensatabführung, Schallabstand
- Demontage und Entsorgung des Altgeräts, bei Öl inklusive Tankstilllegung
- Inbetriebnahme, Einregulierung, Einweisung des Kunden
Wer diese acht als feste Positionen in seiner Artikelliste führt, hat den größten Teil der Arbeit hinter sich. Was pro Objekt bleibt, sind Mengen und Entscheidungen — nicht das Wiederfinden.
Was sich vorbereiten lässt
Die Preise. Gerätepreise kommen über DATANORM vom Großhändler, eigene Leistungen (Monteurstunde, Anfahrt, Inbetriebnahme) aus der eigenen Liste. Wer beides einmal gepflegt hat, muss beim Angebot nichts mehr nachschlagen.
Die Textbausteine. Die Erläuterung zum Schallabstand, der Hinweis auf die Förderfähigkeit, die Formulierung zur Tankstilllegung — das ist bei jedem Angebot fachlich derselbe Absatz.
Der Lohnanteil. Bei Privatkunden wird nach § 35a EStG immer danach gefragt. Wer ihn ohnehin getrennt ausweist, spart sich die Rückfrage komplett.
Was pro Objekt neu ist
Die Heizlast. Sie entscheidet über die Gerätegröße und ist keine Schätzaufgabe. Ohne belastbare Berechnung ist jede Leistungsangabe im Angebot eine Zahl auf Verdacht.
Der Bestand. Vorlauftemperatur, Heizkörper oder Fläche, Zustand der Verteilung. Das sieht man vor Ort und nirgends sonst.
Die Aufstellung. Wo das Außengerät steht, wie weit es zur Nachbargrenze ist, ob ein Fundament gegossen werden muss — die drei Fragen entscheiden über mehrere hundert Euro und sind vom Schreibtisch aus nicht zu beantworten.
Wo die Zeit tatsächlich verloren geht
Nicht beim Kalkulieren. Beim Übertragen: Was vor Ort festgestellt wurde, steht auf einem Zettel oder im Kopf, und das Angebot entsteht Stunden später aus dieser Erinnerung. Zwischen zwei Terminen verschwimmt, ob der Speicher 300 oder 400 Liter hatte.
Der wirksamste Eingriff ist deshalb, den Abstand zwischen Ortstermin und Erfassung auf null zu bringen — das Aufmaß direkt im Heizungskeller einsprechen, statt es abends zu rekonstruieren. Die Positionen entstehen daraus, die Preise kommen aus der eigenen Liste, und was bleibt, ist das Drüberlesen.
Ein realistischer Maßstab
Ein Wärmepumpen-Angebot wird dadurch nicht zu einer Sache von dreißig Sekunden — die fachlichen Entscheidungen bleiben. Was wegfällt, ist das Suchen, das Abtippen und das Nachrechnen. Bei zwei bis drei solchen Angeboten pro Woche ist das der Unterschied zwischen einem Abend am Küchentisch und keinem.
MeisterAssistent ist ein KI-Assistent für SHK-Betriebe mit 1–10 Mitarbeitern. Warum die Software nur für SHK gebaut ist, steht unter Warum SHK.